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Vereinsgeschichte

Die Gründung des Vereins am 09. Oktober im Jahre 1882 erfolgte im Ortsteil „Cabel“ als "Turn-Verein Gut Heil Cabel 1882". Neben Turnen waren Leichtathletik und Rasenspiele bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges die Hauptsportarten des Vereins „Gut Heil Cabel“. Neben dem 1910 gegründeten Fußballverein FC Kabel 1910 entstanden zwischen den Weltkriegen immer weitere Vereine im Hagener Norden (u.a. FC Boele 1919, Markana Kabel, Preußen Bathey, Ball- und Spielverein Kabel). Der FC Boele 1919, dessen erste Fußballkluft die heutigen Vereinsfarben grün und weiß mitbestimmt haben dürfte, schaffte in dieser Zeit den Aufstieg bis in die A-Klasse.

Der Ausbruch des 2. Weltkrieges brachte das sportliche Vereinsleben nach und nach völlig zum Erliegen. Aber bereits im Juli 1945 begannen die Vorbereitungen für die Gründung eines gemeinsamen Nachfolgevereins, der die zahlreichen Gruppierungen  aus der Vorkriegszeit bündeln sollte. Aus diesen Bemühungen entstand die heutige Vereinsbezeichnung Sportvereinigung Boele-Kabel. Nach einem Jahr Aufbauarbeit bestand der Verein aus rund 600 Mitgliedern in den Sparten Fußball, Handball, Schwimmen, Leichtathletik und Tischtennis. Bis zur heutigen Zeit ergab sich, dass Sparten eigene Wege gingen, neue hinukamen und wieder verschwanden. Aktuell ist die Sportvereinigung Boele-Kabel ein reiner Fußballverein.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die 1. Fußballmannschaft von Boele-Kabel der 1. Kreisklasse des Kreises Hagen-Ennepe-Ruhe zugeteilt. Dank intensiver Nachwuchsarbeit gelang 1950 dann der Aufstieg in die Bezirksklasse Sauerland. In dieser Liga kämpfte man einige Jahre erfolgreich um den Klassenerhalt. Der große Wurf gelang dann sogar in der Saison 1958/59 als man 4 Spieltage vor Saisonende durch einen 1:0-Sieg in Schwelm die Tabellenführung der Bezirksliga Bochum eroberte und bis zum letzten Spieltag nicht mehr abgab. In den Folgejahren spielte Boele-Kabel eine gute Rolle und konnte dabei traditionsreiche Ruhrgebietsmannschaften im Hagener Norden begrüßen. Erst 1965 mußte man nach dem Abgang von einigen Spielern zu höherklassigen Vereinen wieder den Gang in die Bezirksklasse antreten.

In der Folgezeit erreichte die 1.Mannschaft in der Bezirksliga meistens eine durchschnittliche Platzierungen, wobei einige Male der Abstieg nur knapp verhindert werden konnte. 1980 wurde noch einmal der 2. Platz belegt und damit beinah der Aufstieg erreicht. Dafür erwischte es den Verein jedoch Ende der 80iger Jahre  durch eine 0:2-Niederlage gegen den VFB Witten-Annen in einem Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt am Herdecker Bleichstein. Der bittere Weg in die Kreisliga A musste beschritten werden.

Anschließend dauerte es 11 Jahre und 1 Tag (unterbrochen von diversen Vizemeisterschaften in der Kreisliga A) bis der Verein wieder über die Zugehörigkeit zur Bezirksliga (diesmal der Gruppe 14) jubeln durfte. Am 06. Juni 1999 gelang dem Team von Trainer Dirk Radtke ein 1:0-Sieg im Entscheidungspiel an der Wörthstraße in Eilpe vor über 800 Zuschauern gegen die dritte Vertretung des Hasper SV. Nach drei Jahren musste die Mannschaft dann den höhreren Anforderungen in der Bezirksliga Tribut zollen und wieder in die Kreisliga A absteigen.

Völlig überraschend gelang in der Saison 2007/2008 unter der Regie von Erfolgstrainer Mustafa Yilmaz noch einmal die Rückkehr in die Bezirksliga. Ein Jahr folgte jedoch der Abstieg von dem sich die Mannschaft bis zur „Selbstauflösung“ im Sommer 2012 nicht mehr erholte.

Ein Sachverhalt zieht sich durch die gesamte Vereinsgeschichte. Bei Boele-Kabel spielen seit jeher keine „Stars“, die für viel Geld (egal ob für Reichsmark, D-Mark oder Euro) heute hier und morgen da ihre Fußballstiefel schnüren. Boeler Mannschaften bestehen zum großen Teil aus Eigengewächsen, die dem Verein verbunden sind und die Geselligkeit ebenso wie den sportlichen Erfolg schätzen. Und das ist auch die Hoffnung für die Zukunft.

Quellenangabe: Teilweise: Jahrbuch zum 100-jährigen Vereinsjubiläum